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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

Internationale Aktivitäten am IFS

Die Anbindung an die internationale wissenschaftliche Community ist für das IFS von großer strategischer Bedeutung.  So ist das IFS in der nationalen und internationalen Spitzenforschung verankert. Darüber hinaus veröffentlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig ihre Forschungsergebnisse in englischsprachigen Fachzeitschriften oder stellen sie auf internationalen Konferenzen vor. Zudem werden regelmäßig Gastaufenthalte realisiert; so verbringen einerseits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschungsaufenthalte im Ausland, und andererseits kommen Gastdozierende aus dem Ausland für Forschungsaufenthalte, Projektaustausch oder Gastvorträge ans Institut. Schließlich zeichnet sich auch der Bereich Lehre am Institut durch seine internationale Ausrichtung aus, da es bspw. Lehrkonzepte zur Implementierung interkultureller Bildung in die Lehrerausbildung gibt.

Menschen laufen über einen gepflasterten Platz und sind mit Linien untereinander verbunden © stock.adobe.com​/​FrankBoston

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Publikation in Economics of Education Review erschienen

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Das Cover der Economics of Education Review von Juni 2024 © Economics of Education Review
"Does instructional time at school influence study time at university? Evidence from an instructional time reform" von J. Schwerter erschienen.

Jakob Schwerter, Nicolai Netz und Nicolas Hübner veröffentlichen den Artikel "Does instructional time at school influence study time at university? Evidence from an instructional time reform" in der Zeitschrift Economics of Education Review, der sich mit den langfristigen Auswirkungen der Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8-Reform) beschäftigt.

Die Arbeit basiert auf der Annahme, dass das frühe Lebensumfeld langfristige Auswirkungen auf den späteren Lebensweg haben kann. Interessanterweise hat die Forschung zu den Auswirkungen von Schulreformen diese Perspektive bisher kaum eingenommen. Aus diesem Grund wurde die G8-Reform untersucht, bei der die Anzahl der Schuljahre verkürzt und die wöchentliche Unterrichtszeit für die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien erhöht wurde.

Die Forschungsgruppe analysierte dieses Quasi-Experiment in einem Differenz-von-Differenzen-Ansatz unter Verwendung bundesweit repräsentativer Umfragedaten von 69.513 Studierenden, die zwischen 1998 und 2016 eine Universität besuchten. Studierende, die das achtjährige Gymnasium besucht hatten, verbrachten weniger Zeit mit dem Besuch von Lehrveranstaltungen und dem Selbststudium. Außerdem war die Zeitspanne zwischen Schulabschluss und Studienbeginn größer.

Diese Ergebnisse weisen auf die Wichtigkeit hin, dass sich Politik und Forschung mit den unbeabsichtigten langfristigen Auswirkungen von Schulreformen auf die individuellen Lebensläufe auseinandersetzen.