Tuesdays for Education
Unsere Programmreihe Tuesdays for Education richtet sich an Multiplikator*innen aus Bildungspraxis, Bildungsadministration, Bildungspolitik sowie aus der Medienlandschaft und findet einmal im Quartal statt. Der Austausch von Wissenschaft und Praxis steht dabei im Vordergrund. Inhaltlich werden vor dem Hintergrund akuter Herausforderungen wie den lediglich durchschnittlichen Ergebnissen bei internationalen Vergleichsstudien, der schleppenden Digitalisierung von Schulen in Deutschland sowie dem Lehrkräftemangel aktuelle Themen aus dem Bildungskontext thematisiert und diskutiert.

Bestehend aus einem Webinar, einem Kurzbericht sowie einer Pressemitteilung präsentiert jeder Tuesdays for Education ausgewählte Befunde unserer aktuellen Forschung als Ausgangpunkt für die gemeinsame Diskussion zur Weiterentwicklung des Schulsystems.
Veranstaltungsformat
Webinar: Kostenfreie Teilnahme online über Zoom
Uhrzeit: 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Anmeldung

Zu Beginn des Webinars werden die Forschungsergebnisse zu dem jeweiligen Thema des TfE im Rahmen eines Inputvortrags vorgestellt. Danach werden die Ergebnisse von einem Gast/einer Gästin mit Fachexpertise aus wissenschaftlicher Sicht eingeordnet und praxisbezogen diskutiert. Im Anschluss haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit miteinander in Dialog zu treten. Es besteht Raum für das gemeinsame Gespräch, für Fragen, Anregungen und auch kritische Einschätzungen.
Die wichtigsten Befunde und Implikationen für Bildungspraxis, Bildungsadministration und Bildungspolitik werden in einem Kurzbericht, der im Anschluss an die Veranstaltung zur Verfügung gestellt wird, zusammengefasst. Für Medienvertreter*innen wird eine Pressemitteilung herausgegeben.
Programm: Reihe 3 – 2025/26 „Einstellungen und Kompetenzen für Teilhabe in der modernen Gesellschaft“
23.06.2026 – Einstellungen zu Diversität in der Gesellschaft: Wie sind bewusste und unbewusste Einstellungen von Schüler*innen gegenüber verschiedenen vielfaltsgenerierenden Themen ausgeprägt?

Bewusste und unbewusste Einstellungen gegenüber vielfaltsgenerierenden Merkmalen wie soziale Herkunft oder Migrationshintergrund prägen das soziale Miteinander – insbesondere auch im schulischen Alltag. Die Veranstaltung geht zunächst der Frage nach, wie diversitätsbezogene Einstellungen bei jugendlichen Schüler*innen ausgeprägt sind und zeigt auf, welche Faktoren Einstellungen erklären. Ziel ist die Schaffung eines vertieften Verständnisses von Diversität und Einstellungen im schulischen Kontext. Darüber hinaus werden Ansatzpunkte zum Abbau negativer Einstellungen diskutiert.
zu Gast: Prof.‘in Dr. Lysann Zander, Professur für Empirische Bildungsforschung an der Leibniz Universität Hannover
Kurzbericht: wird am Veranstaltungstag zur Verfügung gestellt
Pressemitteilung: wird am Veranstaltungstag zur Verfügung gestellt
Programm: Reihe 4 – 2026/27 „Bildungsforschung zu aktuellen Herausforderungen der Schule: KI, Wohlbefinden, politische Bildung und Motivation“
06.10.2026 – Wie können wir generative KI für die Lesekompetenzförderung nutzen?

LeseKI:DS ist eine digitale Plattform zur Förderung der Lesekompetenz und Lesemotivation von Kindern im Grundschulalter. Im Rahmen eines strukturierten Förderprogramms erhalten Kinder personalisierte und an ihre Lesefähigkeiten angepasste Texte, die mithilfe generativer KI erstellt werden. Im Fokus steht die Frage, ob und wie generative KI durch personalisierte Texte Kinder für das Lesen begeistern und ihre Lesekompetenz fördern kann.
26.01.2027 – Wohlbefinden in der Schule: Wie geht es Lehrkräften und Schüler*innen und welche Zusammenhänge zeigen sich?

Das Wohlbefinden von Schüler*innen ist ein zentrales Thema für Schule und Bildungspraxis. Gleichzeitig ist auch das arbeitsbezogene Wohlbefinden von Lehrkräften für den Schulalltag von großer Bedeutung. Auf Basis der Daten der Startkohorte 8 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) werden in der Veranstaltung Befunde zum Wohlbefinden beider Gruppen vorgestellt. Im Mittelpunkt steht, wie Schüler*innen ihr Wohlbefinden in der Schule erleben, wie Lehrkräfte ihr Wohlbefinden bei der Arbeit einschätzen und ob sich ein Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Lehrkräften und dem Wohlbefinden von Schüler*innen zeigt.
13.04.2027 – Politische Bildung: Wie kann die Motivation, über Politik zu lernen und sich einzubringen, gefördert werden?

Motivation gilt als einer der zentralen Erklärungsfaktoren für erfolgreiches, lebenslanges Lernen als auch gesellschaftliches Engagement. Basierend auf Daten aus der Studie Motivationale Interventionen in der Politischen Bildung (MIiCE) beschäftigt sich die Veranstaltung mit der Frage, inwiefern mit kurzen Interventionsansätzen das politische Effektivitätsgefühl und der wahrgenommene Wert des Lernens über Politik gefördert werden können.
29.06.2027 – Förderung von Motivation und Karriereaspiration in Physik

Physik ist essenziell für viele gesellschaftliche Felder, Innovation, technischen Fortschritt und die wissenschaftliche Lösung globaler Herausforderungen (z.B. Klimawandel und Ressourcenmanagement), woraus eine hohe Nachfrage an Fachkräften in der Physik für verschiedene Berufe resultiert. Dies wird auch durch das Exzellenzcluster „Center for Chiral Electronics“ (EXC 3112) deutlich, zu dem die Studie Physics Outreach in Schools: Evaluating New Interventions for Excellence (PHOENIX) gehört. Anhand dieser Studie beschäftigt sich die Veranstaltung mit der Frage, wie das Interesse und die Karriereaspirationen von Schülerinnen und Schülern in der Physik gefördert werden können.
09.11.2027 – KI-Nutzung von Lehrkräften: Welche berufsbezogenen Herausforderungen und Ressourcen beeinflussen den Einsatz von KI im Schulalltag?

Generative KI-Tools werden zunehmend von Lehrkräften eingesetzt, wobei über die Faktoren, die die Integration generativer KI in den Arbeitsalltag beeinflussen, wenig bekannt ist. Anhand der Daten des Projekts WO|GEN geht die Veranstaltung der Frage nach, welche berufsbezogenen Herausforderungen und Ressourcen die Motivation zur Nutzung generativer KI bestimmen.
Vergangene Veranstaltungen der Reihe 3
14.04.2026 – Wohlbefinden von Schüler*innen in verschiedenen Lernumwelten: Wie ist das Wohlbefinden in der Sekundarstufe I ausgeprägt und welche Faktoren können dazu beitragen?

Wohlbefinden spielt eine zentrale Rolle für erfolgreiches Lernen und ist selbst ein bedeutendes schulisches Outcome. In dieser Veranstaltung wird mit Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) untersucht, wie das Wohlbefinden verschiedener Schülergruppen in der Sekundarstufe I im Mittel ausgeprägt ist und welche Faktoren in welchen Lernumwelten relevant für das Wohlbefinden sind.
Zu Gast: Prof.‘in Dr. Dr. Diana Raufelder, Professur für Schulpädagogik an der Universität Greifswald
Kurzbericht
Pressemitteilung
20.01.2026 – Politische Bildung: Wie entwickeln sich Kompetenzen für politische und gesellschaftliche Teilhabe im Jugendalter?

Politische Bildung ist wichtig für unsere Gesellschaft, weil sie junge Menschen befähigt, die komplexen Mechanismen politischer Systeme zu verstehen und ihre Rechte und Pflichten als Mitglieder der Gesellschaft wahrzunehmen. Zudem stärkt sie das Bewusstsein für die Bedeutung von Demokratie, indem sie die Grundlagen der demokratischen Teilhabe und Mitbestimmung vermittelt. Anhand der Daten aus der Studie zur Entwicklung politischer und gesellschaftlicher Kompetenz im Jugendalter (EPKO) wird untersucht, wie sich diese Fähigkeiten im Laufe der Sekundarstufe I (Klasse 7 bis Klasse 10) entwickeln.
Zu Gast: Prof.‘in Dr. Katrin Hahn-Laudenberg, Professur für Fachdidaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Münster
Kurzbericht
Pressemitteilung
07.10.2025 – Lernen in der digitalen Welt: Gibt es Unterschiede beim papierbasierten Lernen im Vergleich zum Lernen mit einem Tablet?

Digitale Medien werden an Schulen in Deutschland zunehmend im Unterricht eingesetzt. Auch Grundschüler*innen nutzen diese mittlerweile häufig zum Lesen. Doch wie wirkt sich das Lesen am Bildschirm auf das Erkennen und Lernen von neuen Wörtern im Vergleich zum Lesen auf Papier aus? In den Fokus werden auch potentielle Ursachen gerückt, die zu Unterschieden zwischen dem Lesen am Bildschirm und dem Lesen auf Papier führen können. Diskutiert wird, wie Leseverhalten, Anstrengung und Motivation das Lernen beim Lesen am Bildschirm beeinflussen können.
Zu Gast: Prof. Dr. Johannes Naumann, Professur für Methoden der Bildungsforschung an der Bergischen Universität Wuppertal
Kurzbericht
Pressemitteilung





