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Laufzeit 01.07.2018 - 31.07.2022

GemeinsamGANZTAG. Ein regionales Netzwerk zur Sprachbildung im Ganztag

GemeinsamGANZTAG. Ein regionales Netzwerk zur Sprachbildung im Ganztag‘ ist ein Projekt des Instituts für Schulentwicklungsforschung und der RAG-Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, das darauf zielt, benachteiligte Schülerinnen und Schüler an Schulen in herausfordernder Lage in ehemaligen Bergbauregionen Nordrhein-Westfalens durch wirksame Bildungsangebote in den Bereichen sprachlichen und selbstgesteuerten Lernens zu fördern. Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit Kooperationspartner*innen an der TU Dortmund, sowie an den Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und Wuppertal.

Projektbeschreibung

Das Ziel des Projekts GemeinsamGANZTAG ist die Förderung sozial benachteiligter Schüler*innen an Ganztagsschulen in herausfordernden Lagen durch die Stärkung von sprachlichen Kompetenzen und Kompetenzen zum selbstregulierten und kooperativen Lernen sowie durch den Aufbau und die Etablierung eines regionalen Unterstützungssystems.

Bunte, symmetrisch angeordnete Kreise, brauner Schriftzug des Projektnamens GemeinsamGANZTAG und darunter hellblauer Schriftzug Regionales Netzwerk zur Sprachbildung im Ganztag

Das Projekt setzt auf unterschiedlichen Ebenen an: Auf der Schulebene zielt das Projekt vor allem darauf, Innovationen zur Entwicklung von Unterricht und Lerngelegenheiten zu adaptieren und zu installieren. Hierbei werden zur Förderung sprachlicher und selbstregulativer Fähigkeiten vier von den externen Projektpartner*innen entwickelte Interventionsmodule eingesetzt, die sich thematisch ergänzen: (1) Sprachbildung interaktiv – Lese- und Gesprächskompetenz fördern; (2) Sprache des naturwissenschaftlichen Fachunterrichts – Unterrichtskonzepte und Materialien zur fachspezifischen Sprachförderung; (3) Selbstorganisiertes und kooperatives Lernen – Förderung von Kompetenzerleben durch Peer-Helfer-Systeme im Fach Deutsch sowie (4) Selbstreguliertes Lernen – Nutzung offener Lernzeiten zum Kompetenzaufbau im Fach Deutsch. Auf der regionalen Ebene stehen insbesondere der Auf- und Ausbau regionaler Netzwerke zur Gestaltung des schulischen Ganztags sowie die Erprobung und der Ausbau einer erfolgreichen Unterstützungsstruktur für die netzwerkbasierte Gestaltung des schulischen Ganztags im Fokus.

Die Interventionen werden mit Schüler*innen an Ganztagsschulen beginnend in Klassenstufe 5 durchgeführt. Dies wird von einer wissenschaftlichen Begleitforschung von Seiten des IFS flankiert, die als standardisiertes Monitoring im Rahmen eines Prä-/Post-Designs zu Beginn der fünften und zur Mitte der sechsten Jahrgangsstufe die Leistungsstände der Schülerinnen und Schüler in für die Interventionsinhalte zentralen Kompetenzmaßen – wie dem Lesen – erfasst. Darüber hinaus werden mittels Befragungen der Schüler*innen und ihrer Eltern sowie der Lehrkräfte und Schulleitungen dieser Schulen individuelle Merkmale sowie unterrichts- und schulbezogene Aspekte erhoben, um die Ergebnisse der Interventionen kontextualisieren und mit Wissen um individuelle und strukturelle Bedingungen schulischen Lernens anreichern zu können, und dabei unter anderem Ansatzpunkten nachzugehen, um das bei sozial benachteiligten Schüler*innen nicht unerhebliche Risiko der Bildungsarmut zu verringern. Ergänzend werden im Rahmen der Begleitforschung auf der regionalen Ebene die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Transfer und die Implementation von Innovationen in die Lerngelegenheiten an den Projektschulen (und darüber hinaus) mehrperspektivisch erfasst, wozu Interviews mit relevanten Akteure auf verschiedenen Ebenen der Bildungssteuerung durchgeführt werden.

RAG-Stiftung

Wissenschaftliche Leitung

Operative Projektleitung

Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter

Externe Projektpartnerinnen und -partner

  • Prof. Dr. Silvia-Iris Beutel (Technische Universität Dortmund)
  • Prof. Dr. Hendrik Härtig (Universität Duisburg-Essen)
  • Prof. Dr. Vivien Heller (Bergische Universität Wuppertal)
  • Prof. Dr. Detlev Leutner (Universität Duisburg-Essen)
  • Prof. Dr. Miriam Morek (Universität Duisburg-Essen)
  • Prof. Dr. Joachim Wirth (Ruhr-Universität Bochum)

Anfahrt & Lageplan

Die günstigsten Autobahnabfahrten finden Sie auf der B 1/A 40 (Dort­mund-Barop) (näher zum Cam­pus Nord) und auf der A45 (Dort­mund-Eichlinghofen). An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert. Im lokalen Straßennetz finden sich Wegweiser zum Cam­pus Nord, auf dem sich auch der Cam­pus Treff befindet. Von der Emil-Figge-Straße führt die Einfahrt Nr. 18 und vom Vogelspothsweg die Einfahrt Nr. 23 zu Parkplätzen in der Nähe des Veranstaltungsorts.

Vom Hauptbahnhof Dort­mund fährt auf Gleis 7 die S-Bahn „S1“ in Rich­tung Solingen bis zur Haltestelle „Dort­mund-Uni­ver­si­tät“ (Preisstufe A). Die S-Bahn fährt in der Hauptzeit an Werktagen im 15-Minuten-Takt und benötigt ca. 6 Minuten. Von Düsseldorf aus fährt die S-Bahn im 30-Minuten-Takt. Direkt an der S-Bahn-Station finden Sie das CDI-Ge­bäu­de, in dem sich das Institut für Schul­ent­wicklungs­forschung befindet.

Zu den Wahrzeichen der Uni­ver­si­tät gehört die H-Bahn, die auf dem Cam­pus-Nord zwei Endpunkte hat. Der eine befindet sich direkt über der S-Bahn-Station und ist von ihr bequem mit Aufzügen erreichbar. Der andere befindet sich im Zen­trum des Cam­pus Nord an der Brücke zwischen der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek und der Mensa, gleich neben dem Au­di­max. Die H-Bahn fährt von hier aus zum Cam­pus Süd und zum Stadtteil Eichlinghofen.

Dort­mund hat einen Flugplatz, der mit einigen Zielen in Mitteleuropa verbunden ist. Regelmäßige Flugverbindungen gibt es bei­spiels­weise nach Amsterdam, Berlin, Dresden, Katowice, Krakau, Leipzig-Halle, London, Mün­chen, Nürnberg, Paris, Posen, Stuttgart, Wien und Zürich. Für die rund 20 Ki­lo­me­ter vom Flugplatz Dort­mund zum Cam­pus kann man den Bus zum Hauptbahnhof und von dort die S-Bahn benutzen. Schneller ist in der Regel die Nutzung eines Taxis. Weitaus mehr in­ter­na­ti­o­na­le Flugverbindungen bietet der etwa 60 km entfernte Rhein-Ruhr-Flughafen in Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.