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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

So sprachlich divers ist das Klassenzimmer

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Eine Lehrkraft hält einen Globus und ist von Grundschulkindern umgeben.
Am Welttag der Muttersprache schauen wir in die Klassenzimmer: Wie vielfältig sind die Sprachen, die Kinder zu Hause sprechen?

Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, wie vielfältig die sprachlichen Hintergründe von Kindern in Deutschland sind. Unter den 6 bis unter 15 Jahre alten Kindern sprechen 70 Prozent zu Hause nur Deutsch. Vorwiegend Deutsch und manchmal eine andere Sprache sprechen sechs Prozent. Vorwiegend nicht-deutsch wird zu Hause bei 24 Prozent der Kinder gesprochen – dabei sind zahlreiche Sprachen vertreten. Am häufigsten wird hier Arabisch, Türkisch, Russisch oder Ukrainisch gesprochen, gefolgt von Kurdisch, Englisch, Polnisch, Rumänisch, Albanisch oder Persisch. Auch weitere asiatische, europäische oder afrikanische Sprachen werden benannt. In der repräsentativen Stichprobe von IGLU 2021 wurden 68 verschiedene Sprachen benannt, die die Viertklässler*innen neben Deutsch zu Hause sprechen.

Die sprachliche Vielfalt ist groß und unser Bildungssystem muss sich daran orientieren: Die Bildungschancen junger Lernender hängen maßgeblich von ihren Sprachkompetenzen ab. Deshalb erforscht das IFS, wie diese gezielt gefördert werden können. Ein Beispiel dafür ist das Projekt SPEAK, das auf innovative Sprachförderung zu Beginn der Grundschule setzt. Denn Herkunftssprachen sind eine Bereicherung – sie dürfen kein Hindernis für schulischen Erfolg sein.