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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

Internationale Aktivitäten am IFS

Die Anbindung an die internationale wissenschaftliche Community ist für das IFS von großer strategischer Bedeutung.  So ist das IFS in der nationalen und internationalen Spitzenforschung verankert. Darüber hinaus veröffentlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig ihre Forschungsergebnisse in englischsprachigen Fachzeitschriften oder stellen sie auf internationalen Konferenzen vor. Zudem werden regelmäßig Gastaufenthalte realisiert; so verbringen einerseits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschungsaufenthalte im Ausland, und andererseits kommen Gastdozierende aus dem Ausland für Forschungsaufenthalte, Projektaustausch oder Gastvorträge ans Institut. Schließlich zeichnet sich auch der Bereich Lehre am Institut durch seine internationale Ausrichtung aus, da es bspw. Lehrkonzepte zur Implementierung interkultureller Bildung in die Lehrerausbildung gibt.

Bild von Menschen auf einem hell gekachelten Platz aus der Vogelperspektive, wobei verschiedene Menschen mit schwarzen Linien verbunden sind © Orbon_Alija​/​istock.com

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Neuer Artikel in Learning and Individual Differences erschienen

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Journalcover neben dem Porträt von Olena Kryshko © 2025 Elsevier B.V. & IFS​/​TU Dortmund
Der Artikel befasst sich mit der Entwicklung und Vorhersage von Motivationsregulation bei Studierenden.

Der Artikel „Self-regulation of motivation in university students – a longitudinal study of interindividual differences and intraindividual trajectories“ von Olena Kryshko, Michael Becker, Jens Fleischer und Detlev Leutner untersucht, wie sich motivationale Selbstregulation von Studierenden über die Zeit entwickelt und inwieweit soziodemografische, kognitive oder persönlichkeitsbezogene Faktoren ihr Anfangsniveau sowie ihre Entwicklungsverläufe vorhersagen. Dabei wird Motivationsregulation als zentraler Bestandteil selbstregulierten Lernens betrachtet und anhand der motivationsregulatorischen Selbstwirksamkeitserwartung sowie der Nutzungshäufigkeit verschiedener Motivationsregulationsstrategien erfasst. Die Datengrundlage bildet eine Längsschnittstudie mit Studierenden der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen, die sich über mehrere Semester – vor und während der pandemiebedingten Campusschließungen – erstreckt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die motivationsregulatorische Selbstwirksamkeit im Verlauf des Studiums durchschnittlich stabil blieb, wobei sich während der Corona-Pandemie eine signifikante interindividuelle Variabilität hinsichtlich ihrer Entwicklungsverläufe abzeichnete. Im Gegensatz dazu traten keine pandemiebedingten Effekte auf die Entwicklung der Strategienutzungshäufigkeit auf; es ergaben sich jedoch divergierende Trends auf Einzelstrategieebene. Außerdem wurden die untersuchten Konstrukte differenziell durch kognitive Fähigkeiten, Abiturnote, Persönlichkeitsmerkmale (insbesondere Gewissenhaftigkeit), Geschlecht und Bildungshintergrund der Eltern vorhergesagt.

Diese Studie liefert neue Erkenntnisse über die Komplexität motivationaler Selbstregulationsprozesse, die sowohl von individuellen Studierendenmerkmalen als auch von Kontextfaktoren abhängen. Die Befunde können dazu beitragen, bestimmte Gruppen von Studierenden gezielter zu unterstützen, ihre Motivationsregulationskompetenzen weiterzuentwickeln.

Zum Beitrag: Artikel in Learning and Individual Differences