Zum Inhalt
Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung
AG Stang-Rabrig

Empirische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Einstellungen, Motivation und Wohlbefinden

Die Arbeitsgruppe fokussiert insbesondere Schüler*innen und (angehende) Lehrkräfte als wichtige Akteure im Bildungskontext und beschäftigt sich mit der Untersuchung zentraler Aspekte des multidimensionalen Schul- und Berufserfolgs unter besonderer Berücksichtigung von Heterogenität in Schule und Gesellschaft. Konkreter Gegenstand der Forschung sind die Merkmale Einstellungen, Motivation und Wohlbefinden. In unseren Arbeiten betrachten wir erklärende Faktoren, Entwicklungsverläufe sowie mannigfaltige Auswirkungen dieser Merkmale.

Die Forschungsagenda umfasst zwei miteinander verknüpfte, komplementäre Forschungsbereiche:

Grundschulkinder und eine Lehrkraft sitzen gemeinsam am Tisch im Klassenraum und legen die Hände zusammen © stock.adobe.com​/​JenkoAtaman

1. Multidimensionale Bildungsziele von Schüler*innen
Damit Schüler*innen von heute auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet sind, müssen sie nicht nur Kompetenzen in unterschiedlichen Domänen erwerben, sondern auch über positive Einstellungen, Motivation und Wohlbefinden verfügen. Diese Merkmale tragen wesentlich dazu bei, schulische Entwicklungsaufgaben erfolgreich zu bewältigen und bereiten Schüler*innen auf ein verantwortungsbewusstes Leben vor. Im Kern beschäftigt sich der Forschungsbereich daher mit der Identifikation zentraler förderlicher, aber auch hinderlicher individueller, sozialer und institutioneller Bedingungsfaktoren der Merkmale. Im Fokus stehen unterschiedliche Schüler*innengruppen in relevanten Entwicklungsphasen, wobei auch differenzielle Effekte für diese Gruppen betrachtet werden.

2. Professionalisierung (angehender) Lehrkräfte
Das professionelle Handeln von Lehrkräften stellt einen zentralen Faktor qualitätsvoller schulischer Lehr- und Lernprozesse dar. Der Forschungsbereich widmet sich daher der Untersuchung von Einstellungen, Motivation und Wohlbefinden bei (angehenden) Lehrkräfte als bedeutsame Dimensionen professioneller Kompetenz. Adressiert werden individuelle Dispositionen sowie soziale, organisationale und institutionelle Einflussfaktoren, um Ressourcen und Herausforderungen für Einstellungen, Motivation und Wohlbefinden zu identifizieren. Ziel ist es, ein Verständnis des komplexen Bedingungsgefüges zu gewinnen, unter dem (angehende) Lehrkräfte positive Einstellungen entwickeln sowie Motivation und berufliches Wohlbefinden aufrechterhalten können – als Grundlage für eine nachhaltige Professionalisierung und qualitätsvolle Bildungsarbeit.

Um die zentralen Forschungsfragen bestmöglich zu beantworten verfolgen wir in unseren Arbeiten einen multimethodischen Ansatz mit vielfältigen Forschungsdesigns sowie Erhebungs- und Analysemethoden. In unseren Arbeiten rekurrieren wir insbesondere auf pädagogisch-psychologische, soziologische und erziehungswissenschaftliche Theorien, die systematisch miteinander verknüpft und erfolgreich zur Beantwortung von Forschungsfragen in etablierten und neuen Themenfeldern herangezogen werden. Primär wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung durchgeführt. Die Erkenntnisse unserer Forschung ermöglichen ein vertieftes Verständnis von Lern- und Lehrprozessen und bieten Ansatzpunkte für eine evidenzbasierte Förderung.