Immigrations- und sozialer Hintergrund in der Bildung – eine quantitative Analyse ihrer Wechselwirkungen (ISBE)
Gefördert von

Projektbeschreibung
In Deutschland sind die Bildungschancen ungleich verteilt. Forschung zeigt, dass Schüler:innen aus Familien mit niedrigem Sozialstatus und mit Migrationsgeschichte im Durchschnitt geringere Schulleistungen erbringen und niedrigere Bildungsabschlüsse erreichen. Vorliegende Befunde greifen jedoch zu kurz, da bislang selten das Zusammenwirken von sozialer Herkunft und Migrationsgeschichte betrachtet wurde. Dadurch werden die vielfältigen Lernvoraussetzungen von Schüler:innen nur unzureichend abgebildet.

Einerseits unterscheiden sich migrationsbezogene Erfahrungen stark, z.B. in Bezug auf Herkunftsland oder Aufenthaltsdauer in Deutschland. Andererseits interagieren diese im komplexer Weise – so unsere Annahme – mit dem Sozialstatus der Familie. Auch familiäre Bedingungen wie die Erwartungen der Eltern, ihre Unterstützung beim Lernen oder ihr Wissen über das Bildungssystem können entscheidenden Einfluss auf den Bildungsweg haben.
Zentrales Ziel dieses Projektes ist es daher, das Zusammenspiel von sozialer Herkunft, Migrationsgeschichte und familiären Bedingungen sowie dem Geschlecht zu untersuchen. Grundlage sind Daten von mehr als 300.000 Schüler:innen aus large-scale Studien im deutschen Kontext. Dabei betrachten wir nicht nur schulische Leistungen als Indikatoren des Bildungserfolgs, sondern auch Motivation, sozioemotionale Faktoren sowie Bildungsübergänge und -abschlüsse.
Wissenschaftliche Leitung
Externe Projektpartnerinnen und -partner
- Für dieses Projekt kooperiert unsere Forschungsgruppe mit der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Aileen Edele an der HU Berlin. Das Projekt wird durch die DFG gefördert.






