Internationale Aktivitäten am IFS
Die Anbindung an die internationale wissenschaftliche Community ist für das IFS von großer strategischer Bedeutung. So ist das IFS in der nationalen und internationalen Spitzenforschung verankert. Darüber hinaus veröffentlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig ihre Forschungsergebnisse in englischsprachigen Fachzeitschriften oder stellen sie auf internationalen Konferenzen vor. Zudem werden regelmäßig Gastaufenthalte realisiert; so verbringen einerseits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschungsaufenthalte im Ausland, und andererseits kommen Gastdozierende aus dem Ausland für Forschungsaufenthalte, Projektaustausch oder Gastvorträge ans Institut. Schließlich zeichnet sich auch der Bereich Lehre am Institut durch seine internationale Ausrichtung aus, da es bspw. Lehrkonzepte zur Implementierung interkultureller Bildung in die Lehrerausbildung gibt.

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Publikation im European Journal of Psychology of Education erschienen
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Die Studie „Long-term relations among perceived discrimination, self-esteem, and academic self-concept in adolescents with an immigrant background“ von Sira Neuhaus, Alyssa L. Grecu, Juliane Meyer, Sittipan Yotyodying und Nele McElvany untersucht, wie wahrgenommene Diskriminierung mit der Entwicklung von Selbstwertgefühl und akademischem Selbstkonzept bei Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte zusammenhängt.
Auf Grundlage längsschnittlicher NEPS-Daten von 422 Jugendlichen an weiterführenden Schulen in Deutschland analysieren die Autor*innen die Zusammenhänge zwischen persönlich erlebter sowie gruppenbezogener Diskriminierung und psychosozialen Entwicklungsprozessen vom frühen Jugendalter bis zur gymnasialen Oberstufe. Darüber hinaus wird untersucht, ob eine stärkere ethnische Identität mögliche negative Auswirkungen von Diskriminierung abmildern kann.
Die Ergebnisse zeigen, dass persönlich wahrgenommene Diskriminierung in der Oberstufe mit einem geringeren akademischen Selbstkonzept in der 12. Klasse zusammenhängt. Dagegen zeigte sich kein Zusammenhang zwischen gruppenbezogener Diskriminierung und dem Selbstwertgefühl oder akademischen Selbstkonzept. Auch eine stärkere ethnische Identität konnte die negativen Zusammenhänge nicht abschwächen.
Die Befunde verdeutlichen die Bedeutung diskriminierungssensibler Bildungs- und Unterstützungsangebote für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte. Zugleich rückt die Studie Schüler*innen mit Einwanderungsgeschichte in der gymnasialen Oberstufe in den Fokus, die in der Bildungsforschung bislang wenig untersucht wurden.
Zum Beitrag: Artikel im European Journal of Psychology of Education





