Zum Inhalt
Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung
Laufzeit: 01.10.2026 – 30.04.2030

Creative Interfaith and Restorative Peacebuilding in Artful Learning Spaces and Places (CIRCLE)

Im CIRCLE arbeiten 15 Partnerorganisationen aus 13 europäischen Ländern zusammen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass kulturelle und religiöse Konflikte nicht nur politisch oder militärisch ausgetragen werden, sondern auch in Narrativen, Emotionen, Identitäten und Symbolen verankert sind. Das Projekt untersucht daher cultural diplomacy als Soft-Power-Strategie der Friedensförderung und entwickelt gemeinsam mit Partnern Interventionen in Museen und kulturellen Lernorten. Das IFS verantwortet insbesondere die Evaluation über ein digitales, dezentrales Echtzeit-Monitoringsystem.

Gefördert von

Horizont Europa

Projektbeschreibung

CIRCLE (Creative Interfaith and Restorative Peacebuilding in Artful Learning Spaces and Places) ist ein im Rahmen von Horizon Europe gefördertes Forschungs- und Praxisprojekt. Es vereint 15 Partnerorganisationen aus 13 europäischen Ländern und untersucht, wie kulturelle und religiöse Konflikte nicht nur politisch oder militärisch, sondern auch über Narrative, Emotionen, Identitäten und Symbole verhandelt werden.

Grüner Schriftzug "CIRCLE"

Ausgehend von dieser Perspektive analysiert das Projekt cultural diplomacy als Form der Soft Power zur Förderung von Dialog, Verständigung und Versöhnung in polarisierten Gesellschaften. Die beteiligten Partner adressieren dabei unterschiedliche Konfliktkonstellationen in Europa – von postkonfliktiven Kontexten wie Irland und Bosnien-Herzegowina über eingefrorene Konflikte wie Zypern bis hin zu aktuellen Konflikten wie der Ukraine und Israel/Palästina sowie latenten Spannungen etwa in Griechenland und Spanien.

Auf Basis bestehender Ansätze der cultural diplomacy (u. a. restorative justice, emotional citizenship und arts-based learning) werden bewährte Praktiken systematisch analysiert und weiterentwickelt. Daraus entstehen acht interventionsbasierte Pilotformate, die in Museen und kulturellen Lernorten umgesetzt werden. Diese nutzen insbesondere künstlerische Zugänge wie Storytelling, Theater, Musik und visuelle Künste, um von individueller Reflexion über Begegnung mit dem „Anderen“ hin zu kollaborativen Ausdrucksformen zu gelangen – ein Prozess, der als „storyliving“ beschrieben wird.

Das IFS übernimmt insbesondere die Evaluation dieser Interventionen. Dafür wird ein erweitertes Evaluationsframework auf Basis des Civic-Literacy-Frameworks entwickelt, das neben psychologischen und sozial-behavioralen Wirkungen auch kulturelle Kontexte und Wirkmechanismen berücksichtigt. 

Ein digitales, dezentrales Echtzeit-Monitoringsystem ermöglicht die kontinuierliche Datenerhebung über alle Projektstandorte hinweg. Die Ergebnisse fließen in Policy Briefs, Co-Creation-Formate mit Praxispartnern sowie in internationale Disseminationsaktivitäten ein. 

Wissenschaftliche Leitung

Operative Projektleitung