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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

IGLU 2026: Bundesweite Erhebung zur Lesekompetenz beginnt am 18. Mai

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Grundschulkinder mit Tablets © Monkey Buisness ​/​ Adobe Stock
Für Impulse zur Weiterentwicklung des Bildungssystems: IGLU 2026-Erhebung zu Lesekompetenz in Deutschland und im internationalen Vergleich startet.

Am 18. Mai 2026 startet in Deutschland die neue Erhebungsrunde der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU). Ziel der Studie ist es, die Lesekompetenz von Schüler*innen der vierten Jahrgangsstufe, Unterschiede zwischen Schülergruppen sowie Entwicklungen im Trend zu erfassen und im internationalen Vergleich zu verorten. Lesen ist eine Schlüsselkompetenz und zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Bildungs- und Lebenswege. Neben individuellen Lebenschancen ist für den Standort Deutschland auch im globalen Wettbewerb entscheidend, dass alle die Mindeststandards erreichen und der Anteil der Kinder mit Spitzenleistungen möglichst groß ist. Auch Themen wie die Digitalisierung, die Unterrichtsqualität und Lehrkraftmerkmale werden international vergleichend untersucht. Die Untersuchung wird mit über 400.000 Schüler*innen in rund 60 Staaten und Regionen durchgeführt. Mit IGLU gewinnen wir fundierte Daten darüber, wie gut Kinder vor dem Übergang auf die weiterführenden Schulen Texte verstehen und nutzen können, aber auch zentrale Informationen über die Lernbedingungen in Schulen oder Veränderungen in der Schülerschaft. Die Ergebnisse für Deutschland und der internationale Vergleich geben wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Schulsystems. Die regelmäßige Erfassung über 25 Jahre hinweg ermöglicht es zudem, Trends und Entwicklungen in Deutschland und international zu beschreiben. Im Rahmen der letzten Erhebung 2021 wurden unter anderem eine verringerte mittlere Lesekompetenz, ein gestiegener Anteil an Kindern ohne Erreichen des internationalen Mindeststandards, eine im internationalen Vergleich besonders starke Abhängigkeit der Kompetenz vom familiären Hintergrund und eine vergleichsweise geringe Leseförderzeit in der Schule festgestellt. Ob die seitdem ergriffenen Maßnahmen bereits Wirkung entfalten, wird die aktuelle IGLU 2026-Erhebung zeigen. IGLU trägt damit maßgeblich zum Bildungsmonitoring und dem Ableiten von zielgenauen Maßnahmen wie aktuell beispielsweise einer frühen Diagnostik und passgenauen Förderung von Sprach- und Lesefähigkeiten bei.

In Deutschland nehmen 240 zufällig ausgewählte Grundschulen aus allen Bundesländern an der Erhebung teil. Wir danken allen beteiligten Schulen, Lehrkräften, Eltern und insbesondere den Schüler*innen für ihre Unterstützung und ihr Engagement!

Weitere Informationen zu IGLU 2026 sind verfügbar unter: IGLU-Projektwebseite | Pressemitteilung zum Erhebungsstart IGLU 2026