IGLU-Studie: Der Wortschatz prägt Bildungsungleichheit im Lesen
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Jedes vierte Kind verlässt laut der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) von 2021 die Grundschule, ohne ausreichend gut lesen zu können. Besonders betroffen sind Kinder aus sozial benachteiligten und zugewanderten Familien. Aktuelle Analysen auf Basis der IGLU-Daten zeigen nun deutlich: Diese Ungleichheit der Lesekompetenz je nach familiärem Hintergrund wird im Wesentlichen durch den Wortschatz der Kinder erklärt. Das Dekodieren, also das flüssige Entziffern von Wörtern, spielt bei gleichzeitiger Berücksichtigung hingegen nur eine untergeordnete Rolle bei der Erklärung der Kompetenzunterschiede. Zur Bekämpfung von Ungleichheit in der Lesekompetenz braucht es deshalb neben flüssigem Lesen auch eine systematische Wortschatzförderung.
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