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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

IGLU-Studie: Der Wortschatz prägt Bildungsungleichheit im Lesen

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Fünf Kinder sitzen auf einer Wiese in einem Park und lesen gemeinsam Bücher. © © AdobeStock.com​/​Wavebreakmedia
Frühe Wortschatzförderung ist mitentscheidend, um Bildungsungleichheit zu verringern. Das legen Ergebnisse einer neuen Analyse der IGLU-Studie nahe.

Jedes vierte Kind verlässt laut der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) von 2021 die Grundschule, ohne ausreichend gut lesen zu können. Besonders betroffen sind Kinder aus sozial benachteiligten und zugewanderten Familien. Aktuelle Analysen auf Basis der IGLU-Daten zeigen nun deutlich: Diese Ungleichheit der Lesekompetenz je nach familiärem Hintergrund wird im Wesentlichen durch den Wortschatz der Kinder erklärt. Das Dekodieren, also das flüssige Entziffern von Wörtern, spielt bei gleichzeitiger Berücksichtigung hingegen nur eine untergeordnete Rolle bei der Erklärung der Kompetenzunterschiede. Zur Bekämpfung von Ungleichheit in der Lesekompetenz braucht es deshalb neben flüssigem Lesen auch eine systematische Wortschatzförderung.

Weitere Informationen: Pressemitteilung und Kurzbericht