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Die Studie „Closing early vocabulary gaps: A meta-analysis of interventions for children facing elevated risk for challenges in language development“ von Leonie Dargiewicz, Svenja Wehrhöfer, Annika Ohle-Peters, Ulrich Ludewig, Fani Lauermann (Universität Bonn) und Nele McElvany untersucht die Wirksamkeit von Interventionen zur Förderung des Wortschatzes bei Kindern im Alter von vier bis knapp acht Jahren, die ein erhöhtes Risiko für Herausforderungen in der Sprachentwicklung aufweisen.
Wortschatzkenntnisse sind eine wichtige Grundlage für die Sprachentwicklung und ein bedeutender Prädiktor für den späteren Bildungserfolg. Bereits zu Beginn der formalen Schulbildung zeigen sich deutliche Unterschiede im Wortschatz von Kindern in der Unterrichtssprache. Besonders betroffen sind Kinder, bei denen aufgrund eines niedrigen sozioökonomischen Status, eingeschränkter Kenntnisse der Unterrichtssprache, eines von der Mehrheitsgesellschaft abweichenden ethnischen Hintergrunds, einer diagnostizierten Sprachentwicklungsstörung oder einer verzögerten Sprachentwicklung ein erhöhtes Risiko für sprachliche Schwierigkeiten besteht.
Für die Metaanalyse wurden die Ergebnisse von 30 Interventionen mit insgesamt 4.184 Schüler*innen und 109 unabhängigen Effektstärken zusammengeführt. Mithilfe einer Mehrebenen-Metaanalyse untersuchten die Forschenden die Wirksamkeit von Wortschatzinterventionen und gingen der Frage nach, inwiefern die Wirksamkeit von verschiedenen Lernenden- und Interventionscharakteristika abhängt.
Die Ergebnisse zeigen einen mittleren positiven Gesamteffekt von Wortschatzinterventionen. Die Effektstärken unterschieden sich dabei abhängig von der Art der Kontrollgruppe und der Ergebnismessung. Größere Effekte zeigten sich, wenn die Intervention mit einer Kontrollgruppe verglichen wurde, die am regulären Unterricht teilnahm, verglichen mit einem alternativen Treatment. Zudem waren die Effektstärken bei unmittelbar auf die Intervention bezogenen, von den Forschenden entwickelten Tests höher als bei standardisierten Tests, die weiter vom konkreten Interventionsinhalt entfernt waren.
Die Befunde unterstreichen die Bedeutung systematischer Wortschatzinterventionen in formalen Bildungskontexten. Zugleich zeigen sie, dass die gemessene Wirksamkeit von Wortschatzinterventionen auch von der Art der Kontrollgruppe und der verwendeten Ergebnismessung abhängt.
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