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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

Forschung am IFS

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IFS forschen in interdisziplinär zusammengesetzten Teams zu den genannten Themen der empirischen Schulentwicklungs- und Bildungsforschung, wobei insbesondere erziehungswissenschaftliche, psychologische und soziologische Theorien diskutiert, weiterentwickelt und empirisch überprüft werden. In Abhängigkeit vom jeweiligen Forschungsprojekt kommen dabei eine Vielzahl von Forschungsdesigns (z.B. Längsschnitt, Large-Scale, Experiment, Intervention), Erhebungsmethoden (u.a. Fragebögen, Interviews, Kompetenztests, Videographie) und quantitativen und qualitativen Auswertungsmethoden zum Einsatz.

Wissenschaftliche Mitarbeitende des IFS bei einer Besprechung © IFS​/​TU Dortmund

Das IFS beteiligt sich aktiv durch Publikationen, Vorträge und Konferenzbeteiligungen sowie durch interdisziplinäre Verbundforschungsprojekte am nationalen und internationalen fachwissenschaftlichen Austausch. Zudem pflegt das IFS enge Kontakte zu Schulen und weiteren Strukturen der Bildungsadministration. Diese Praxisnähe mit dem damit verbundenen Wissenstransfer und der nationale und internationale fachwissenschaftliche Austausch machen in ihrer Kombination eine besondere Stärke des Instituts aus.

Forschungsbericht

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht das IFS seine Aktivitäten in einem Forschungsbericht und stellt diesen zum Download als PDF bereit: Forschungsbericht 2022-2023.

Aktuelle Forschungsprojekte am IFS

Aktuelles aus der Forschung

KoPaS präsentiert Ergebnisse zur Sprachbildung im Ganztag

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© Bengi Sacan ​/​ TU Dortmund
Bei der KoPaS-Abschlussveranstaltung in Berlin wurden Projektergebnisse sowie Materialien zur Sprachbildung im Ganztag vorgestellt.

Am 16. Juni 2026 fand in Berlin die Abschlussveranstaltung des Projekts „Multiprofessionelle Kooperation und Professionalisierung zur fachbezogenen Sprachbildung im schulischen Ganztag“ (KoPaS) statt. Nach mehr als drei Jahren Projektlaufzeit wurden erste zentrale Ergebnisse des Vorhabens vorgestellt und Perspektiven für die Weiterentwicklung von Sprachbildung im schulischen Ganztag diskutiert.

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderten Projekts ist es, die fachliche und sprachliche Lernentwicklung von Grundschulkindern der dritten und vierten Jahrgangsstufe im schulischen Ganztag zu fördern. Hierfür wurden Ansätze sprachsensiblen Unterrichts unter Einbezug individueller Mehrsprachigkeit umgesetzt. Darüber hinaus untersuchte KoPaS, wie die Zusammenarbeit von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und außerschulischen Lernorten gestärkt werden kann, um eine durchgängige Sprachbildung zu unterstützen.

Professorin Birgit Heppt vom IFS, Teilprojektleiterin für den Bereich Sprachbildung, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung und Einführung. Im Anschluss stellten Lena Biele und Dr. Anja Riemenschneider vom IFS gemeinsam mit Dr. Anna Volodina und Dr. Sofie Henschel vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) Ziele, Umsetzung und Wirksamkeit der im Projekt entwickelten Fortbildungsangebote sowie des Curriculums zur sprachbildenden Arbeit im Themenfeld „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) vor. Überdies wurden Ergebnisse zur multiprofessionellen Kooperation zwischen Lehr- und Fachkräften präsentiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den im Projekt entwickelten Lernmaterialien und Handreichungen für Unterricht und Ganztagsangebote. Diese werden als Open Educational Resources (OER) bereitgestellt und sollen dazu beitragen, die Projektergebnisse nachhaltig in die Bildungspraxis zu transferieren. In den digitalen Handreichungen sind sämtliche Materialien verlinkt. So lassen sie sich unkompliziert per Mausklick aufrufen und bei Bedarf anschließend bearbeiten. Auf der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, Materialien wie Arbeitsblätter, Wimmelbilder, Wortschatzkarten, die auf den zentralen Lernwortschatz fokussieren, sowie Aktivitätenkarten mit Hinweisen für die Gestaltung des außerunterrichtlichen Angebots zu erkunden. Auf besonders großes Interesse stießen zudem die gedruckten Handreichungen, die kostenfrei für den Einsatz an den Schulen bereitgestellt wurden.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zu Chancen und Entwicklungsperspektiven von Sprachbildung im schulischen Ganztag. Unter der Moderation von Professorin Birgit Heppt diskutierten Annette Jörke und Markus Heinze, die beide als Lehr- bzw. Fachkraft am Projekt teilgenommen haben, Hendrik Stammermann vom Hamburger Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung, sowie Professorin Petra Stanat, Direktorin des IQB, über Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung durchgängiger Sprachbildung sowie über zukünftige Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Abschlussveranstaltung bot Gelegenheit zur Diskussion über die Projektergebnisse und deren Bedeutung für die Weiterentwicklung sprachbildender Angebote im schulischen Ganztag. Durch den Austausch zwischen Bildungsforschung, Bildungspraxis und Bildungsadministration wurden wichtige Impulse für die weitere Vernetzung im Bereich der Sprachbildung gesetzt.