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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

KI in der Schulentwicklung: Online-Vortragsreihe des SD-AI Labs

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Dr. Manuela Endberg und PD Dr. Ramona Lorenz vor einem Bildschirm mit einer der Titelseite des SD-AI Workshops © IFS​/​TU Dortmund
Zwei Online-Workshops und vier internationale Impulse zu KI-Accountability, Human Centered Agency und KI-Kompetenzen in der Schulentwicklung.

Das von PD Dr. Ramona Lorenz von der TU Dortmund und Dr. Manuela Endberg von der Universität Duisburg-Essen geleitete PostdocLab „School Development and AI Agency Research Lab“ (SD-AI), gefördert vom College for Social Sciences and Humanities der UA Ruhr, veranstaltete im Oktober 2026 eine Online-Vortragsreihe zum Thema KI in der Schulentwicklung. Zwei Workshops mit vier internationalen Impulsvorträgen renommierter Wissenschaftlerinnen aus den USA, Schweden, der Schweiz und Deutschland eröffneten vielfältige Perspektiven auf die Gestaltung einer verantwortungsvollen KI-gestützten Schulentwicklung und Fragen der Agency auf allen Ebenen des Bildungssystems.


Die Impulse spannten einen Bogen von der Gestaltung zukunftsfähiger Bildungsökosysteme bis hin zu konkreten Lern- und Trainingssystemen: Prof. Dr. Evrim Baran (Iowa State University) zeigte auf, wie Lehrkräftebildung, Schulen und weitere Akteur*innen zu einem menschzentrierten KI-Ökosystem verbunden werden können. Prof. Dr. Sigrid Hartong (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) beleuchtete Chancen und Risiken von KI für die Schulentwicklung und betonte die Bedeutung einer kritischen, werteorientierten Technologiegestaltung. Prof. Dr. Sabine Seufert (Universität St. Gallen) gab Einblicke in Forschung zum KI-Führerschein und zu agentischen Trainingssystemen, die professionelles Handeln durch Simulation, Feedback und Reflexion unterstützen. Associate Professor Olga Viberg (KTH Royal Institute of Technology, Stockholm) rückte schließlich die menschliche Handlungsfähigkeit und die Verteilung von Verantwortung in den Mittelpunkt. Sie diskutierte, wie menschzentrierte KI menschliches Urteilsvermögen stärken kann, statt Autonomie zu reduzieren oder Verantwortlichkeiten zu verschleiern.


Ein besonderer Mehrwert entstand in den anschließenden Diskussionen zwischen Vertreter*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und schulbezogenen Bereichen. Hier wurden die wissenschaftlichen Impulse mit Erfahrungen, Fragen und Perspektiven aus unterschiedlichen Bereichen zusammengebracht und gemeinsam weitergedacht. Im Mittelpunkt standen dabei grundlegende und zugleich sehr konkrete Fragen: Wer trägt Verantwortung für KI-gestützte Entscheidungen? Wie lassen sich Handlungsspielräume von Lehrkräften und Schulleitungen beschreiben? Welche Kompetenzen, Strukturen und Formen der Zusammenarbeit braucht es, damit Schulen KI selbstbestimmt und verantwortungsvoll gestalten können? Der intensive Austausch machte deutlich, dass es die Zusammenarbeit aller Ebenen braucht, um Verantwortlichkeiten zu klären, menschliche Handlungsfähigkeit zu sichern und tragfähige Wege für den Umgang mit KI in der Schule zu entwickeln.


Herzlichen Dank an unsere Referentinnen und alle Teilnehmenden für die inspirierenden Impulse, die engagierten Diskussionen und die wertvollen gemeinsamen Perspektiven!