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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung
Laufzeit 01.02.2024 – 31.12.2026

Lesekompetenz fördern durch Künstliche Intelligenz und digitale Stories

LeseKI:DS ist ein KI-gestütztes Förderprogramm zur Förderung von Lesekompetenz und Lesemotivation. Die Plattform lesekids.tu-dortmund.de bietet Kindern die Möglichkeit, Geschichten nach ihren eigenen Interessen und Präferenzen zu personalisieren. Zusätzlich passt das System die Schwierigkeit des Textes anhand einer adaptiven Lesediagnostik an die Fähigkeiten der Kinder an. Die Lesetexte und -diagnostik sind für die 3. und 4. Klasse konzipiert.

Projektbeschreibung

Wie kann künstliche Intelligenz sinnvoll zur Förderung der Lesekompetenz eingesetzt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt von LeseKI:DS, einem Projekt der TU Dortmund und der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit der Vodafone Stiftung.

Eine wirksame Leseförderung muss mehrere pädagogische Ziele miteinander verbinden. Sie soll die Interessen der Kinder aufgreifen und zugleich curriculare Lernziele verfolgen. Sie soll auf individuelle Lernbedarfe eingehen und gleichzeitig gemeinsames und kooperatives Lernen ermöglichen. Und sie soll Lehrkräfte entlasten, während die pädagogische und didaktische Verantwortung bei ihnen bleibt.

Logo des Projekts LeseKI:DS mit der grafischen Darstellung eines Kindes am Tablet umgeben von einem symbolischen Schaltkreis

LeseKI:DS verbindet dafür adaptive Lesediagnostik mit personalisierter Förderung. Die Ergebnisse kurzer diagnostischer Aufgaben helfen dabei, die Schwierigkeit der Texte und Aufgaben an die Lesekompetenz eines Kindes anzupassen. Die weitere Bearbeitung liefert wiederum Informationen für die Förderung.

Das Angebot besteht aus zwei miteinander verbundenen Elementen:

LeseKI:DS Mission – adaptive Lesediagnostik. Die Kinder bearbeiten kurze Texte und Aufgaben, die unter anderem das Verständnis schwieriger Wörter und das Ziehen unterschiedlicher Schlussfolgerungen erfassen. Sie erhalten unmittelbar Rückmeldung zu ihren Antworten, auch bei offenen Antwortformaten. Die Schwierigkeit der Aufgaben passt sich an ihre bisherigen Antworten an. So entsteht schrittweise eine Einschätzung ihrer Lesekompetenz.

LeseKI:DS Themenreisen – personalisierte Geschichten. Die Kinder wählen aus Themenbereichen wie Berufen oder Abenteuern und gestalten Figuren, Situationen und Handlungsverläufe mit. Zu den Geschichten werden passende Verständnisaufgaben erstellt. Die Schwierigkeit der Texte orientiert sich an den Ergebnissen der adaptiven Diagnostik.

LeseKI:DS wurde bereits in 40 Klassen wissenschaftlich erprobt. Erste Ergebnisse zeigen, dass Kinder personalisierte Geschichten im Vergleich zu nicht personalisierten Texten als interessanter bewerteten und sich häufiger und ausdauernder mit ihnen beschäftigten. Ob sich daraus auch Verbesserungen der Lesekompetenz ergeben, wird weiter untersucht.

Das Angebot soll um ein weiteres Modul ergänzt werden. Es ermöglicht die unterstützte Bearbeitung von Texten und Aufgaben, die sich an Lernstandserhebungen und Kompetenztests wie IGLU orientieren.

Die wissenschaftliche Begleitung untersucht insbesondere drei Fragen:

  • Wie wirken sich die Elemente von LeseKI:DS auf Lesekompetenz, Lesemotivation und Leseverhalten aus?
  • Wie kann KI Lehrkräfte wirksam entlasten und sie zugleich bei pädagogischen Entscheidungen unterstützen?
  • Wie lassen sich individuelle Förderung und gemeinsames Lernen im Unterricht verbinden?

Publikationen

Ludewig, U., Dengel, A., McElvany, N., Royal, N., Rustemeier, L., Sommer, S., Spang, E., & Zierer, C. (2025, 28. Januar). Personalisierte Lesematerialien mit generativer KI in der Grundschule: Textinteresse, -schwierigkeit und Aufgabenerfolg in einer Leseförderung mit maßgeschneiderten Inhalten. Beitrag auf der GEBF 2025, Mannheim.

Royal, N., Ludewig, U., & McElvany, N. (2025). KI in der Leseförderung und sprachlichen Bildung [Organisiertes Symposium]. 20. Tagung der Fachgruppe Pädagogische Psychologie (PAEPS), Jena.

Royal, N. (2025). Individuelle Förderung durch KI: Personalisierte Texte als Mittel zur Lesekompetenzsteigerung [Vortrag im Symposium „KI in der Leseförderung und sprachlichen Bildung“]. 20. Tagung der Fachgruppe Pädagogische Psychologie (PAEPS), Jena.

Wissenschaftliche Leitung

Externe Projektpartnerinnen und -partner