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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

Forschung am IFS

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IFS forschen in interdisziplinär zusammengesetzten Teams zu den genannten Themen der empirischen Schulentwicklungs- und Bildungsforschung, wobei insbesondere erziehungswissenschaftliche, psychologische und soziologische Theorien diskutiert, weiterentwickelt und empirisch überprüft werden. In Abhängigkeit vom jeweiligen Forschungsprojekt kommen dabei eine Vielzahl von Forschungsdesigns (z.B. Längsschnitt, Large-Scale, Experiment, Intervention), Erhebungsmethoden (u.a. Fragebögen, Interviews, Kompetenztests, Videographie) und quantitativen und qualitativen Auswertungsmethoden zum Einsatz.

Wissenschaftliche Mitarbeitende des IFS bei einer Besprechung © IFS​/​TU Dortmund

Das IFS beteiligt sich aktiv durch Publikationen, Vorträge und Konferenzbeteiligungen sowie durch interdisziplinäre Verbundforschungsprojekte am nationalen und internationalen fachwissenschaftlichen Austausch. Zudem pflegt das IFS enge Kontakte zu Schulen und weiteren Strukturen der Bildungsadministration. Diese Praxisnähe mit dem damit verbundenen Wissenstransfer und der nationale und internationale fachwissenschaftliche Austausch machen in ihrer Kombination eine besondere Stärke des Instituts aus.

Forschungsbericht

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht das IFS seine Aktivitäten in einem Forschungsbericht und stellt diesen zum Download als PDF bereit: Forschungsbericht 2022-2023.

Aktuell laufende Forschungsprojekte am IFS

Aktuelles aus der Forschung

Neuer Artikel in Journal of Youth and Adolescence erschienen

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Schwarzer Schriftzug Civic Education, Teaching Quality and Students’ Willingness to Participate in Political and Civic Life: Political Interest and Knowledge as Mediators © Springer

Alscher, P., Ludewig, U. & McElvany, N. (2022). Civic Education, Teaching Quality and Students’ Willingness to Participate in Political and Civic Life: Political Interest and Knowledge as Mediators. Journal of Youth and Adolescence. doi.org/10.1007/s10964-022-01639-9

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die politische Bildung eine Schlüsselrolle für die politische Reife von Jugendlichen spielt. Sie zielt darauf ab, junge Menschen mit den notwendigen Kompetenzen und Fertigkeiten auszustatten, um effektiv am politischen und staatsbürgerlichen Leben teilnehmen zu können. Es gibt jedoch nur wenige Studien, die die relative Bedeutung der verschiedenen Facetten der Unterrichtsqualität in der politischen Bildung sowie die vermittelnden Faktoren für die Förderung aktiver Bürger*innen untersucht haben. Die vorliegende Studie versucht, diese Lücke zu schließen, indem sie untersucht, wie verschiedene Facetten der Unterrichtsqualität mit der Bereitschaft von Jugendlichen, sich am politischen und zivilen Leben zu beteiligen, zusammenhängen und wie diese Beziehung durch politisches Wissen und Interesse vermittelt wird. Die Studie verwendet Originaldaten von N = 250 Schülern (n = 152 7. Klassen: Mage = 12.54, SD = 0.91, Spannweite = 11-14, 45% weiblich; n = 98 10.Klässler: Mage = 16.12, SD = 0.97, Spanne = 15-18, 35% weiblich). Die Ergebnisse zeigen, dass nicht alle Facetten der Unterrichtsqualität gleich wichtig sind. Während die wahrgenommene kognitive Aktivierung und das offene Klassenklima positiv mit der Bereitschaft der Schüler*innen zur Teilnahme am Unterricht verbunden waren, konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit Diskussionen über aktuelle politische Ereignisse im Unterricht festgestellt werden. Darüber hinaus wird der Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen kognitiven Aktivierung und der Bereitschaft zur Teilnahme vollständig durch das politische Wissen und Interesse der Schüler*innen vermittelt. Diese Studie veranschaulicht die relative Bedeutung verschiedener Facetten der Unterrichtsqualität in der politischen Bildung und ruft zu weiteren Bemühungen auf, die Unterrichtsqualität in der politischen Bildung besser zu verstehen.