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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung
Podcast

Pausenhof

Forschungsergebnisse der empirischen Bildungsforschung zu den Voraussetzungen, Bedingungen und Wirkungen von Bildung sind eine wichtige Grundlage für bildungspraktische und bildungspolitische Entscheidungen. Sie müssen daher auch Akteur*innen außerhalb der Wissenschaft angemessen vermittelt werden. Vor diesem Hintergrund setzen sich Studierende der Erziehungswissenschaften der TU Dortmund im Rahmen des Seminars „Empirische Bildungsforschung to go: Aktuelle bildungswissenschaftliche Erkenntnisse im Podcast“ mit bildungswissenschaftlichen Studien auseinander, die sich auf verschiedene Sozialisations- und Bildungsinstanzen beziehen. Dabei bereiten sie das methodische Vorgehen und die Ergebnisse dieser Studien in einer allgemeinverständlichen und unterhaltsamen Weise auf und stellen sie interessierten Hörer*innen im Rahmen des Podcasts „Pausenhof“ zur Verfügung.

Diskriminierungserfahrungen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte in Deutschland

Eine von einer KI generierte Gruppe von Schulkindern verschiedener ethnischer Herkunft, die beim Lernen in einem Raum lächeln © Adobe Stock Stockgiu

Warum nehmen manche Jugendliche mit Migrationsgeschichte häufiger Diskriminierung wahr als andere? In dieser Podcast-Folge stellen wir die Studie „Perceived discrimination of students from minoritized ethnic groups in Germany: Individual, family, and school conditions von Kristin Schotte et al. vor, die im Journal of School Psychology veröffentlicht wurde. Anhand von Daten von über 4.000 Jugendlichen untersucht die Studie, welche Rolle Herkunft, Identität, schulische Leistungen und das schulische Umfeld für die Wahrnehmung von Diskriminierung spielen. Wir stellen die zentralen Ergebnisse vor und diskutieren, welche Konsequenzen sich daraus für Schule, Lehrkräfte und Bildungspolitik ergeben.

Schotte, K., Edele, A., Heppt, B., Rjosk, C. & Stanat, P. (2026). Perceived discrimination of students from minoritized ethnic groups in Germany: Individual, family, and school conditions. Journal of School Psychology, 114, 101491. https://doi.org/https://doi.org/10.1016/j.jsp.2025.101491 


Der Fakten-Check: Bringt private Nachhilfe wirklich bessere Noten?

Female student studying with tutor © Adobe Stock ​/​ Jacob Lund
Female student studying with tutor

Jeder zweite Schüler bzw. jede zweite Schülerin in Deutschland nimmt irgendwann Nachhilfe in Anspruch. Doch führt die teure zusätzliche Lernzeit tatsächlich zu besseren Noten? Genau dieser Frage gehen Guill et al. in ihrer Studie aus dem Jahr 2021 nach. Diese wurde im European Journal of Psychology of Education veröffentlicht. Ihre Ergebnisse fallen ernüchternd aus: Weder die Dauer noch die Intensität oder der konkrete Inhalt der Nachhilfe führten eindeutig zu besseren schulischen Leistungen.

In dieser Folge nehmen wir deshalb das sogenannte „Schattenbildungssystem“ genauer unter die Lupe: Warum bleibt private Nachhilfe in Fächern wie Mathematik, Englisch und Deutsch häufig wirkungslos? Welche Faktoren entscheiden wirklich über den Lernerfolg? Und warum sollte die Politik ihre bisherigen Konzepte zu Bildungsgutscheinen überdenken?

Guill, K. et al. (2021). Intensity and content of private tutoring lessons during German secondary schooling: effects on students’ grades and test achievement. European Journal of Psychology of Education, 37, 1093–1114. https://doi.org/10.1007/s10212-021-00581-x


Schulische Leistungen von Schüler*innen mit Fluchthintergrund nach der Grundschulzeit – Welche Einflussfaktoren gibt es?

Ein Mädchen malt und lächelt in die Kamera © Adobe Stock Seventyfour

In Folge 3 stellen wir eine aktuelle Studie vor, die sich mit den schulischen Leistungen von geflüchteten Kindern am Ende der Grundschulzeit in Deutschland beschäftigt. Die Studie von Olczyk et al. aus dem Jahr 2025 untersucht, wie sich die schulische Leistung von Schüler*innen mit Fluchthintergrund im Vergleich zu anderen Gruppen entwickelt und welche Faktoren diese Leistungen beeinflussen. Dabei wird unter anderem gefragt, ob der Zeitpunkt der Zuwanderung, die bisherige Schulbildung oder sprachliche Unterstützung eine Rolle für den Bildungserfolg spielen. Kurz gesagt geht es also darum, ob und unter welchen Bedingungen geflüchtete Kinder am Ende der Grundschule gleiche Bildungschancen erreichen wie ihre Mitschüler*innen.

 

Olczyk, M. et al. (2025). Academic achievement of refugee students at the end of primary school in Germany. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 28(3), 557-579. doi.org/10.1007/s11618-025-01315-1


Jugendliche und Wohlbefinden: Was brauchst du um glücklich zu sein?

Vier jugendliche Freunde sind auf dem Weg zur Schule. Eine Jugendliche schaut lächelnd nach hinten zur Kamera. © Adobe Stock ​/​ Jacob Lund

In der heutigen Epidode wird die Studie „What Do You Need to Be Happy: A Qualitative and Quantitative Study of Individual Determinants of Subjective Well-Being and Happiness in Adolescents in Germany“ von Alicia Neumann, Tobial Altmann, Ricarda Steinmayr, Maike Luhmann und Marcus Roth aus dem Jahr 2025 vorgestellt.

Die Studie von Alicia Neumann, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Juni 2025 an der Universität Duisburg-Essen beschäftigt war, erschien der Fachzeitschrift Applied Research in Quality of Life. 

Anknüpfend daran geht es in der Folge darum, was Jugendliche im Alter von 13-15 als Determinanten für ihr persönliches Wohlbefinden/Glücklichsein definieren. Auf Grundlage von Interviews und einer anschließenden Befragung von 962 Jugendlichen in Deutschland analysieren die Autor*innen, welche individuellen Determinanten von Wohlbefinden aus Sicht der Jugendlichen besonders bedeutsam sind. Soziale Beziehungen, Familie und Freundschaften spielen dabei eine zentrale Rolle.

Neumann, A., Altmann, T., Steinmayr, R., Luhmann, M. & Roth, M. (2025). What Do You Need to Be Happy: A Roth, M. (2025). What Do You Need to Be Happy: A Qualitative and Quantitative Study of Individual Determinants of Subjective Well-Being and Happiness in Adolescents in Germany. International Journal of Applied Positive Psychology, 10(3). Springer Science and Business Media LLC. doi.orghttps://doi.org/10.1007/s41042-025-00246-w


Quellennachweis: Sounds übernommen von https://hoerspielbox.de/